Stone Sour „House Of Gold & Bones“

stonesour2012_coNach dem großartigen “Audio Secrecy” steht nun der erste Part des Zwillings- Releases „House Of Gold & Bones“ ins Haus. Und wo Stone Sour drauf steht, ist auch Stone Sour drin, denn Corey Taylor, James Root, Josh Rand, Shawn Economaki und Roy Mayorga wandern weiterhin meisterlich zwischen modernem und alternativen Sound, so wie es nur ihnen zu Eigen ist.

Mit dem zweigeteilten „House Of Gold & Bones“ Part 1 & 2 legen die mehrfach Grammy-nomierten US-Alternative Rocker eine insgesamt 23 Tracks umfassende Konzeptstory auf zwei Tonträgern vor, von denen nun der aus 11 Tracks bestehende, erste Teil zu haben ist, der sich um einen jungen Mann dreht, der sich entscheiden muss ob er ewig jung bleiben möchte oder doch lieber erwachsen werden will.

Der Einstieg gestaltet sich allerdings etwas holprig, da „Gone Sovereign“ erst im zweiten Anlauf zündet und auch „Absolute Zero“ keinem erkennbaren Faden folgt. Das starke „A Rumor Of Skin“ und der reife Zweiteiler „The Travelers“ lassen diesen Eindruck aber schnell in Vergessenheit geraten und präsentieren Stone Sour von ihrer besten Seite. Und auch das nachdenkliche „Taciturn“ und das intensive „Influence Of A Drowsy God“ können ein hohes Niveauhalten, das für unvergessliche Momente sorgt.

„House Of Gold & Bones“ ist ein durchgehend spannendes und innovatives Album, das mitreißt und große Erwartungen an den geplanten zweiten Teil der Geschichte stellt. Stone Sour erschaffen mit ihrer charmanten Art und Weise ein anmutiges und zeitloses Stück Musikgeschichte.

8,5/10

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Him „XX- Two Decades Of Love Metal“

him2012_coDie finnischen Love Metaller Him feiern in diesem Jahr ihr bereits 20jähriges Bestehen. Ja Leute, die Zeit rennt! Und genau aus diesem Anlass steht mit „XX- Two Decades Of Love Metal“ eine Compilation mit allen Hits ins Haus, die Ville Valo und seine Jungs in den letzten 2 Jahrzehnten definitiv zu einer der erfolgreichsten finnischen Bands gemacht haben.

Es ist die erste Compilation, welche die gesamte Karriere der Band umfasst. Mit „Strange World” enthält das Album zudem einen brandneuen Track; die Coverversion der Ké-Hitsingle aus dem Jahr 1995 ist die erste neue Studioaufnahme seit 2010. Der Song des indianisch-französischen Sängers und Songwriters Kevin Grivois alias Ké zählt seit Jahren zu den persönlichen Lieblingsliedern von HIM-Frontmann Ville Valo.

Und die anderen Songs stehen wohl ganz für sich, denn „Heartkiller“, „Right Here In My Arms“, „Gone With The Sin“, „Poison Girl“, „When Love And Death Embrace“ und “Heartache Every Moment” sind allesamt A- Klasse und absolut umwerfend, auch nach Jahren. Und ganz ehrlich, „Wicked Game“ ist einer der besten Songs aller Zeiten, Coverversion hin oder her!

Im September beginnen HIM mit der Arbeit an einem neuen Studioalbum, das im Winter 2013 erscheinen soll. Für Frühling, Sommer und Herbst kommenden Jahres sind Tourneen und Festivalauftritte geplant. Also Mädels, was kann das Fanherz mehr begehren?

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Jeff Lynne „Long Wave“

Jeff Lynne, seines Zeichens Aushängeschild des berühmtes Electric Light Orchesters und ständiger Sonnenbrillenträger, erfüllt sich mit „Long Wave“ einen echten Herzenswunsch und präsentiert uns eine Handvoll musikalischer Perlen der 60er Jahre.

Der legendäre Singer- Songwriter entführt den Hörer liebevoll in eine weit zurück liegende Ära, die jede Menge prägende Songs hervorbrachte und auch heutzutage eine immense Anziehungskraft ausübt. Schon der Opener „She“ (Charles Aznavour) verursacht Gänsehaut und zaubert ein Lächeln in jedes Gesicht, genau wie das unsterbliche „Running Scared“ (Roy Orbison) oder das schmissige „Let It Rock“ (Chuck Berry).

Hier reihen sich wirklich eine ganze Reihe Glanzstücke aneinander, denen mit ganz viel Herzblut und Gefühl nochmals neue Kraft eingeflösst wurde. Jeff Lynne macht seinen Fans und auch sich selbst ein inspiriertes, zeitloses Geschenk, das einfach glücklich macht. „Long Wave“ ist eine Liebeserklärung an die Musik.

9/10

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Wacken Open Air 2012

Donnerstag

Saxon

Saxon beschwörten auf der Black Stage mal wieder den „Heavy Metal Thunder“ herauf! Ob den noch einer gebraucht hat, sei zwar mal dahin gestellt, aber so waschechte Wacken Fans lassen sich ja bekanntlich von nichts und niemandem die gute Laune austreiben. Biff Byford, Tim Carter, Doug Scarratt, Paul Quinn und Nigel Glockler zogen ihre Sache jedenfalls wie immer professionell, kraftvoll und durchaus routiniert durch. Standesgemäß flatterten „Hammer Of The Gods“, „Never Surrender“, „Dogs Of War“ und „Rock The Nations” über die braune Matschwiese und ließen so manch eine fiese dunkle Welle gen Bühne schwappen. Die englischen Herren boten dem langjährigen Besucher eine schwungvolle 90minütige Show, die zwar keine großartigen Überraschungen zu bieten hatte, aber dennoch durch astreine Qualität auf ganzer Linie überzeugte. Zeitlose Klassiker wie „Crusader“, „Denim & Leather“ und „Princess Of The Night“ erfassten halt auch nach etlichen Jahren den Spirit der Gemeinde und verkörperten den Heavy Metal in seiner reinsten Form der Darbietung. Schlicht und ergreifend: Einfach immer wieder gut!

Volbeat

Dänische Power in Perfektion gab es mit Einbruch der Dunkelheit zu genießen. Volbeat ziehen schon seit Jahren an diversen Mitstreitern vorbei und der Erfolg sei ihnen durchaus gegönnt. Headliner-Status auf diversen Festivals in Europa und ihr ersten WOA vor unglaublichen Massen ist es ebenfalls nicht mehr. 90 Minuten lang dröhnte es von der Bühne und die Dänen kündigten nebenbei ein neues Album für 2013 an. Gerne werden auf Festivals die Gegebenheiten genutzt und Musikerkollegen für kurze Gastspektakel on stage begrüßt. Wie überaus passend, dass Mille Petrozza von Kreator gerade zugegen war und der Kollege von Napalm Death mit Namen Greenway sich ein paar Minuten aus dem Festivaltrubel lösen konnte. Ein wilder Haufen voller Verrückter, am Rocken was das Zeug hält. Ein wirklich dampfender Ausklang in den ersten Wacken-Abend.

Freitag

Opeth

Anspruchsvoll und ganz besonders hervorragend gestaltete sich der Auftritt der fantastischen Opeth. Eine Band, die in all den Jahren immer wieder für faustdicke Überraschungen sorgte und zu der es nur zwei Meinungen gibt, Love or Hate. In diesem Fall tendierten die meisten Geschmacksmenschen mit umfassender Begeisterung und versorgten die Herren um Mikael Åkerfeldt mit ausfallendem Applaus. Und auch Schwerenöter wie „The Devils Orchard“ oder „I Feel The Dark“ fanden eine zunehmende Hörerschaft und brachen schon nach kurzer Zeit heftig durch den einsetzenden Regen. Die Pioniere des außergewöhnlichen, einzigartig experimentellen Death Metal Sounds konnten sich wieder einmal durchsetzten und ließen tonnenschwere Brocken wie „Demon Of The Fall“, „The Grand Conjuration“ und „Deliverance“ fast federleicht über das Land ziehen. Opeth gaben sich konsequent, ehrlich und voll enthusiastischer Spannung, die sich vollkommen auf das Publikum übertrug und auch böse Zungen rasend schnell zur Raison brachte. Ganz großes Kino!

Moonspell

Verdammt noch eins! Den grandiosen, allen Zeiten trotzenden Moonspell einen Platz im Zirkuszelt zu verpassen, ja das grenzt ja schon fast an Blasphemie! Schämt euch, aber wirklich! Und als wenn das nicht alles schon schlimm genug gewesen wäre, gab es praktisch nicht die leiseste Möglichkeit unbeschadet den Weg zu dieser monströs anmutenden Schweißplane zu bewältigen. Nun gut, Fernando und Co fanden sich kompromisslos in der Situation zurecht und lieferten eine gewohnt fantastische Show ab, die von einem kleinen Orchester und zwei Sängerinnen vervollständigt wurde. Und was soll man noch sagen? Songs wie „Axis Mundi“ und „Alpha Noir“ steigerten die Kraft ins Unermessliche und bestachen schon vor Ort durch echtes Kultpotential .Und auch die zeitlosen Klassiker wie „Opium“ „Wolfshade“ und „Vampiria“ konnten nur noch durch das magnetische „Full Moon Madness“ übertroffen werden.

Dimmu Borgir

Endlich Black Metal. Stehen die Norweger auf der Bühne, zieht es einen einfach dort hin. Für Dimmu Borgir ist es fast schon Routine, auf dem Wacken Open Air ihre Show aufzuführen. Über die Jahre haben sie sich von den kleinen Bühnen über die mittleren bis hin zum absoluten Headliner gemausert. Seit den 90ern nahezu dauerhaft präsent schaffen sie es immer wieder aufs Neue, den Nerv der Zeit zu treffen und sich musikalisch zu entwickeln. In diesem Jahr standen sie das erste Mal mit Orchester und großem Chor auf der Bühne. Und was war? Es hat richtig umgehauen! Nicht dass sie orchestrale Begleitung nötig hätten um auf sich aufmerksam zu machen, dennoch war dieser Auftritt einer der Höhepunkte. Der Kontrast zwischen den tadellosen Anzügen und Kleidern der Klassik-Musikanten und den üblichen Outfits der Band selbst war schon ziemlich sympathisch. Auch fühlte sich der ein oder andere Musiker mal unbeobachtet und ging ganz in den harten Klängen der Band auf, dies war zu erkennen an kurzzeitigen Grinsegesichtern und Headbanging in angestrengt unauffälliger Form. Herrlich. Das treibt auch dem Zuschauer ein Schmunzeln ins Gesicht. Nicht nur diese besondere Komposition machte Dimmu zum Highlight, vielleicht auch die Tatsache, dass die Bands aus der Black Metal Sparte ein wenig zu kurz kamen, Cradle Of Filth wären da wohl nur noch erwähnenswert, und die hatten die wohl mieseste Spielzeit für ihre Darbietung bekommen. In dieser Hinsicht konnten Dimmu Borgir aus dem Vollen schöpfen und sich der Dunkelheit des Abends bedienen. Perfekt! Und viel zu schnell vorbei!! Ach wenn doch noch Immortal da gewesen wären, das hätte eine schöne skandinavische Note gegeben. Also bitte 2013!

In Flames

Auch In Flames waren dieses Jahr zum gefühlten 30sten Auftritt zum Wacken Open Air gereist. Beinahe alle zwei Jahre gibt es die Schweden hier auf die Ohren und es ist jedes Mal ein Ereignis. Nun, besonders ist auf jeden Fall die immer größer werdende Fanbase, die sich zum Showauftakt versammelt, jünger wird das Publikum auch, und die Inszenierung der Band selbst wird auch von Jahr zu Jahr aufwendiger. In diesem Jahr putzen sich die Schweden ganz besonders heraus. Schick in Hemd mit Kragen und teils auch beschlipst freute sich vor allem Frontmann Anders über den gigantisch abfeiernden Menschenteppich vor seinen Augen. Im Hintergrund gaben sie die wohl aufwendigste Lichtshow samt endlosen Projektionen zum Besten. Das wirkt in jedem Fall sehr eindrucksvoll auf den Besucher, war aber vielleicht ein wenig zu abseits des eigentlichen Ereignisses. Solche Begleitungen können natürlich noch einen drauf setzen, aber In Flames sind auch pur und elegant eine Größe ihres Genres! Wir sind gespannt was uns beim nächsten WOA, dann wohl 2014, in dieser Hinsicht erwartet.

Samstag

Axel Rudi Pell

Der Axel, der Rudi, der Pell! Ich kann das einfach nicht lassen, es ist einfach zu schön. Und ganz genau so sahen das auch sehr viele weitere Besucher des ultimativen Metal Open Airs. Das Ruhrpott Original gehört einfach dazu, damals genau wie heute, ohne Ausnahme. Und so gab sich auch im diesem Jahr Herr Pell wieder einmal die Ehre und beschallte die heiligen Wiesen mit dem zeitlosen Sound der Freiheit. Stücke wie „Ghost In The Black“, „Strong As A Rock“ und „The Masquerade Ball“ wurden schon fast frenetisch abgefeiert und zollten Johnny Gioelis großartigem Gesang wahrhaft Tribut. Ja, an diesem wunderbaren Samstagvormittag fehlte wirklich kein Luftgitarre spielender Irre vor der Bühne. Mit „Mystica“, „Circle Of The Oath“ und dem allseits beliebten Gassenhauer „Tear Down The Walls“ blieben keine Wünsche offen und Axel Rudi Pell bescherte dem Wacken Open Air 2012 ein weiteres Highlight!

Cradle Of Filth

Hach ja, endlich mal wieder Black Metal in strahlendem Sonnenschein, wie sehr dieser Augenblick doch von allen hartgesottenen Finsterlingen sehnlichst herbeigesehnt wurde. Nun denn, aller Ironie zum Trotz ließen Dani Filth und seine Kollegen die Bretter ordentlich wackeln und zauberten mit markerschütternden Kreischeinlagen ein wahres Black Metal Freudenfest, das schrill und spontan einen ganzen Haufen von begeisterten Fans den Schlamm vergessen ließ. Giftige Schlangen wie „Humana Inspired To Nightmare“, „Tragic Kingdom“, „Lilith Immaculate” und das zeitlos gute “Nymphetamine“ wurden erstklassig dargeboten und sollten auch im Nachhinein für eine dicke Portion Anerkennung sorgen. Und auch „Cruelty Brought Thee Orchids“ und das bombastische „From the Cradle to Enslave” straften alle Gegner Lügen und zeigten Cradle Of Filth in einem besonders starkem Licht. Die Fans sogen die mystische Prahlerei geradezu in sich auf und forderten Lautstark nach einer, leider ausbleibenden, Zugabe. Ohne Wenn und Aber, die schwarz gewandeten Kollegen sorgten für ein abwechslungsreiches und graziles Ereignis, das sich eindeutig vom Rest der Masse abhob und für durchweg spannende Momente sorgte.

The Scorpions

Wir waren zugegeben sehr gespannt was uns da nun erwarten würde. Irgendwie ist diese Band bislang an uns vorbeigehuscht. Und dann, waren sie da. Au weia!! Kurzes Brainstorming nach fünf bis zehn Minuten und wir kamen auf einen gemeinsamen Nenner: ist ja grausam, ich hör nix!!, hörst du was?, wie klingt das denn?!!, ist das jetzt deren ernst? Toll. Und dafür steht man nun in 35 cm schmadderigem Schlamm, festgesaugt am heiligen Grund des Heavy Metal. Nun gut, durchhalten war also angesagt. Am bereits schon stockdusteren Himmel waren zudem noch viel schwärzere Wolken zu sichten, aus denen es dann auch pünktlich anfing zu blitzen und im Anschluss daran schüttete es wie aus Eimern, Rieseneimern. Irgendwie schade und befreiend zugleich, die Band störte sich aber nicht daran und zog ihre Show gnadenlos durch. Viele Fans harrten aus und freuten sich, ihre Idole mitten im Unwetter genießen zu können. Die eher vorsichtigen und schreckhaften Wesen zogen sich ein wenig aus der Front zurück und begaben sich in sicheres Terrain. Vermutlich hatten wir eine ungünstige Schlammstelle erwischt und der Sound kam bei uns nicht so an wie eigentlich gewollt. Diesen Kompromiss könnte man vielleicht eingehen. Das war es dann, die allerallerallerletze Show der Rockgröße auf einem heimischen Open Air Festival!

Machine Head

Die unflätigen Machine `Fuckin Head sollten gen Feierabend noch einmal so richtig auf die Bretter klopfen. Regen, Schlamm und Kälte hin oder her, die Jungs zündeten ein mächtiges Lichterfest ab und stellten ihre aktuelle Scheibe „Unto The Locust“ in den Vordergrund, was allen Erwartungen entsprach und für rasende Beifallstürme sorgte. Ob nun bei „I Am Hell“, „Old“, „Imperium“ oder dem diabolischen „Locust“, Rob Flynn und seine Mannen konnten auf ganzer Linie mitreißen und versprühten eine unvergleichbare Energie, die nur durch eine deftige Portion Aggression und dem entsprechend heftiger Lautstärke überboten werden sollte. Und auch „This Is The End“, „Halo“ und „Davidian“ dröhnten massiv über das Gelände und vertrieben auch die letzte Müdigkeit aus den strapazierten Häuptern.

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Papa Roach „The Connection“

paparoachconnection_coPapa Roach ist eine dieser ewigen Bands, die irgendwie immer präsent sind, sich aber nie wirklich in mein Herz geschlichen haben. Natürlich kennt man haufenweise gute Songs, aber dennoch würden die Jungs niemals in meiner Favoritenliste auftauchen.

Keine Ahnung warum das so ist, und merkwürdig auch, denn die neue Scheibe „The Connection“ setzt deutliche Akzente, bietet von der ersten bis zur letzten Sekunde einen wahrhaft meisterlichen und groovenden Anstrich, der sich festsetzt und deutlich nach mehr verlangt.

Die Tracks bestechen auch nicht nur durch den typisch amerikanischen Ohrwurm Charakter, denn ungezwungene, frische und auch leicht elektronische Elemente setzen sich im Vordergrund ab und verpassen einigen Songs eine deutliche Frischzellenkur. Wobei aber auch die klassische Komponente bestehen bleibt und Songs wie „Breathe You In“ und „Won`t Let Up“ gut funktionieren.

Papa Roach stehen weiterhin für brillante Qualität und einen starken, gar beeindruckenden Sound, der aufhorchen und mitwippen lässt. „The Connection“ wird somit jedem Musikfreund wärmstens ans Herz gelegt und ohne Kompromisse in die Top Ten eingeordnet.

8,5/10

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Unbuttoned Heart „Stories“

Ein wenig handgemachte Rockmusik erwünscht? Na dann, herzlich willkommen zu Unbuttoned Hearts Debütalbum „Stories“. Die fünf Jungs aus Ulm, David Spiegler, Sebastian Häusler, Raphael Walz, Jeffrey Spiegler und Michael Reith, haben viel Zeit und Muse inverstiert und sich in eineinhalb Jahren eine grundsolide Fanbase erspielt, die sie auch beim zweiten Schritt eingebunden haben. Die Fans finanzierten das Album über die größte europäische Crowdsourcing Plattform SellaBand. Na wenn das keine wahre Liebe ist!

Und wenn man „Stories“ so zwei – drei Mal auf sich hat wirken lassen, dann kann man sich auch wirklich nur noch schwer entziehen und findet großen Gefallen an den elf ehrlichen und positiven Songs, die ein feines Gespür für sanfte Melodien und starke Riffs ihr eigen nennen dürfen.

Ganz grob kann man den Sound in die Indie Pop/ Rock Ecke schieben, was die Jungs aber ganz zwanglos sehen dürfen, denn an Authentizität mangelt es nicht. Unbuttoned Heart stellen einen neuen Stern am alternativen Himmel dar, wissen mit erdigem, handgemachtem Gitarrensound einzuwickeln, der eine klare Sprache spricht und ein ansprechend internationales Flair versprüht.

8/10

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Katatonia „Dead End Kings“

Die unvergleichlichen Katatonia geben sich ein weiteres Mal die Ehre und beschweren unsere Herzen mit wunderbar melancholischem Sound, der seit jeher als unbändiger Gänsehautgarant gilt.

Drei Jahre nach „Night Is The New Day“ gibt es nun das neue Werk “Dead End Kings” zu bestaunen, welches sich nahtlos in der Dunkelheit einreiht und in gewohnt fulminanten Sphären dahinschwebt.

Aber nicht das Katatonia dabei jemals eintönig erscheinen würden, die Jungs erinnern sich immer wieder ihrer Authentizität und überraschen mit ausdauernder Kraft und eben diesem ursprünglich mitreißenden Sounds, die über die Jahre hinweg begeistern und nichts an Komplexität verloren haben.

Und auch „Dead End Kings“ wartet mit 100% Katatonia auf, so intensiv, poetisch und gleichzeitig zerbrechlich wie man es sich nur wünschen kann. Es ergibt auch keinen Sinn einzelne Songs besonders herauszupicken, denn hier muss das Gesamtwerk wirken und seine ergreifende Botschaft in Gänze mitreißen lassen.

Und wenn auch so manche Passage stark Kopflastig erscheint, so überwiegt der kraftvolle Sog in jeder einzelnen Faser. Katatonia zelebrieren ein wahres Fest der Depression, das diese traurige Kunst unglaublich magisch erscheinen lässt.

9/10

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Poets Of The Fall „Temple Of Thought“

Ok, der Herbst lässt ja nun hoffentlich noch ein paar Wochen auf sich warten, und trotzdem gilt es einen Blick in diese Richtung zu riskieren. Die finnischen Laubrocker von Poets Of The Fall werfen nämlich ihr bereits fünftes Album auf den Markt und wissen weiterhin mit Leidenschaft und den damit verbundenen Emotionen umzugehen.

Das gute Stück hört auf den Namen „Temple Of Thought“ und steht voll und ganz in klassisch begeisternder Rocktradition, die mit modernem Sound und glänzender Qualität zu begeistern weiß.

Gitarrist Olli Tukianen, Keyboarder Markus Kaarlonen, Bassist Jani Snellman, Gitarrist Jaska Mäkinen, Schlagzeuger Jari Salminen und Sänger Marko Saaresto, der stets diesen wunderbar melancholischen Unterton in seiner Stimme mitschwingen lässt, beschwören in ihren Songs geschmackvolle und anmutige Strukturen herauf, die Nachhaltigkeit aufweisen und ergreifen.

Die Jungs verpacken Rock und Pop in ein stimmiges Gesamtkonzept, verpassen Songs wie „Kamikaze Love“, „Skin“ und „The Distance“ einen zeitlos atmosphärischen Anstrich und verpacken bittersüßen Trübsinn in ein ansprechend leichtes Korsett, das nicht einengt und viel Platz für spielerische Ambitionen lässt.

8,5/10

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Hellyeah „Band Of Brothers“

Mit “Band Of Brothers” steht bereits das dritte Hellyeah Werk ins Haus. Und ganz ehrlich, was Vinnie Paul (drums), Chad Gray (vocals), Bob Kakaha (bass), Tom Maxwell (guitar) und Greg Tribbet (guitar) da abliefern, kann sich durchaus mehr als einmal hören lassen.

Das Album sprudelt nur so vor fett groovenden Soundmonstern, die alles um sich herum platt walzen und das in einer lockeren Leichtigkeit, die Spass macht und gnadenlos mitreißt. „War In Me“ setzt zum Eröffnungsschlag an und bereitet dem Titeltrack „Band Of Brothers“ und dem massiven „Rage_Burn“ den Weg, bevor das treibende „Drink Drank Drunk“ ausholt und „Bigger God“ dem Ganzen die Krone aufsetzt.

Mit „Between You And Nowhere“ können Hellyeah ihren Fans eine kleine Verschnaufpause, die aber nur kurz währt. Weiter geht’s mit „Call It Like I See It“, „Why Does It Always“ und “WM Free“, 3 gradlinigen Tracks, die durchweg überzeugen können. „Dig Myself A Hole“ und “What It Takes To Be Me“ lassen das Album wirkungsvoll ausklingen und wüten nochmals mächtig aus den Boxen.

Hellyeah haben mit „Band Of Brothers“ ein wirklich heißes Eisen geschmiedet, das nachhaltig wirkt und voll und ganz in alter Pantera Tradition mächtig wütet.

8,5/10

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Wig Wam „Wall Street“

wigwam2012_coWig Wam stehen ein weiteres Mal in den Startlöchern und versprechen einen hoffentlich ordentlich glitzernden Ohrenschmaus. Das gute Stück hört auf den Namen „Wall Street“ und verwirrt erstmal mit einem doch etwas farblosen Cover, das eindeutig nicht auf Party oder gar Glam schließen lässt.

Und der Inhalt? Nun ja, der Opener „Wall Street“ zeigt die Jungs von ihrer partytauglichen Seite und macht das Artwork ganz schnell vergessen, bevor dann leider „OMG! (I Wish I Had A Gun)“, „Victory Is Sweet“ und der Totalausfall “The Bigger The Better” auf die Ohren treffen. Mit “Bleeding Daylight” steigt die Kurve dann wieder nach oben und geht fließend in die Ballade „Tides Will Turn“ über.

Das bluesige „Wrong Can Feel So Right“ macht Spass und hat eindeutig den Groove im Blut, was man von „One Million Enemies“ und „Natural High“ dann wieder nicht gerade behaupten kann. „Try My Body On“ und „Things Money Can`t Buy“ schließen dann doch noch würdevoll ab und setzen auf greifenden Rhythmus.

Wig Wam liefern mit „Wall Street“ ein irgendwie langweiliges und uninspiriertes Album ab, das tatsächlich keinen bleibenden Eindruck hinterlässt und insgesamt völlig konfus wirkt. Hier werden sämtliche Erwartungen enttäuscht! Schade Jungs, das könnt Ihr doch wesentlich besser!

5,5/10

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