Channel Zero „Feed Em With A Brick“

Die belgischen Hardcore Macher von Channel Zero haben sich zusammengerauft und schicken mit „Feed Em With A Brick“ ein neues Album auf die Rennstrecke. Franky (Vocals), Phil (Drums), Tino (Bass) und Mikey (Guitar) stellen sich dem Geist der Zeit und treffen diesen mit enormer Wucht.

Die Songs wiegen schwer, bieten scharfen und klaren Sound, der unkompliziert und trotzdem kraftvoll daherkommt. „Hot Summer“, „Guns Of Navarone“ und „Freedom“ verbinden modernen Groove mit starken Melodien, die sich schnell einprägen und auf ganzer Linie überzeugen.

Als ganz besonders hörenswert erweisen sich „War Is Hell“ und „Ocean“, zwei Tracks, die der Kreativität freien Raum lassen und sich unweigerlich ins Gehör schmeicheln.

Channel Zero sorgen für das Überraschungsalbum diesen Jahres und dürfen sich ruhig mal richtig loben lassen. „Feed Em With A Brick“ setzt sich grandios durch und sticht eindeutig aus dem Einheitsbrei hervor. Klasse!!!

8,5/10

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Candlemass „Psalms For The Dead“

candlemasspsalms2012_coCandlemass, das legendäre Doomschlachtschiff sticht ein weiteres Mal in See und lässt auf „Psalms For The Dead“ das Genre hochleben. Und ob es nun das letzte Studiowerk der Schweden bleiben wird, sei vorerst dahingestellt, denn Live werden die Herren jedenfalls nicht abtreten, was bei allen angestammten Fans ein leises Aufatmen zulassen dürfte.

Unbestritten bleibt die Tatsache, dass Candlemass auf dem Höhepunkt ihres Schaffens schweben und Songs wie „Prophet“, „The Sound Of Dying Demons“ und „The Lights Of Thebe“ voll und ganz die dunkle Seite widerspiegeln lassen.

Die charakteristischen Vocals von Robert Lowe unterstützen die Songs kraftvoll und dynamisch und lassen auch kleine Schwachstellen schnell im Nebel verschwinden. Als ganz besonders prägnant entfaltet sich das schwelgende „Waterwitch“, das Doom Liebhabern einen gepflegten Schauer über den Rücken jagen wird. Aber auch die epischen Finaltracks „Siren Song“ und „Black As Time“ begeistern durch emotionalen Tiefgang und eben diese typisch wuchtige Wärme, die Volumen schafft und durchweg zu begeistern versteht.

Candlemass erfinden sich auf „Psalms For The Dead“ sicherlich nicht neu, aber das möchte ja eigentlich auch niemand. Die klassisch harmonische Linie wird eindrucksvoll in Szene gesetzt und beeindruckt immer noch nachhaltig.

8/10

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Witchsorrow „God Curse Us“

Willkommen im Traditionshaus Witchsorrow. Und ja, die Reise wird übelst dunkel, massiv erdrückend und dennoch äußerst mitreißend. Das englische Trio weiß einfach worauf es ankommt und zelebriert auf „God Curse Us“ den Doom Metal in all seiner kriechenden Pracht.

Songs wie „Ab Antiquo“, „Aurora Atra“ und „Den Of Serpents“ scheren sich einen Dreck um moderne Trends oder gar Massentauglichkeit, sondern gehen konsequent ihren eigenen Weg und sorgen damit für eine sympathisch innovative Herangehensweise. Und auch „God Curse Us All“ und das abschließende „Masters Of Nothing“ stehen dem an nichts nach.

Witchsorrow leben tonnenschweren Kult, der auf jeglichen Schnickschnack verzichtet und gerade durch seine schlichten Züge auf ganzer Linie punkten kann. „God Curse Us“ versprüht einen fühlbaren Nostalgie Hauch, der von Doom Puristen inbrünstig verehrt werden dürfte.

7,5/10

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Richard Marx „Inside My Head“

Jetzt bitte nicht lachen, aber das aktuelle Werk von Kultbarde Richard Marx kann einiges, ehrlich. Natürlich denkt erstmal jeder an die Megaschnulze „Right Here Waiting“, die ein wahnsinniger Erfolg war und auch heute noch ständig irgendwo im Radio dudelt. Und natürlich ist auch „Inside My Head“ kein Metalalbum, sondern eher in der ruhigen, gefühlvollen Rock Abteilung anzufinden, was vermutlich eher die Mädels ansprechen dürfte.

Wie dem auch sei, Richard Marx macht das was er kann, nämlich wunderbar sanfte, einfühlsame Songs, mit Feinsinn für Melodie und stimmungsvoll eingesetzte Gitarrenklänge. „Wouldn`t Let Me Love You“, „Through My Veins“ und „Always On Your Mind” sind die besten Beispiele für erstklassigen Softrock, der sich ehrlich und warm anfühlt, ohne vor Kitsch zu triefen. Und mit „All Over Me“ zeigt sich sogar ein wenig Härte, die sich wirkungsvoll und überzeugend ihren Weg bahnt.

Richard Marx „Inside My Head“ begeistert mit intensivem und einfühlsamem Sound, der wirklich hochklassig daherkommt und zu begeistern weiß. Alles in allem bekommt man über 2 Stunden feinsten Melodic Rock von einem der talentiertesten Singer/Songwriter unserer Tage.

8,5/10

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Jorn „Bring Heavy Rock To The Land“

Na, da macht Herr Lande ja mal eine klare Ansage. „Bring Heavy Rock To The Land“ heißt das neue Werk des Mannes mit der Rockröhre. Ob die nun wieder in jedem Gehörgang zum Wohlgefallen ausfällt, ist natürlich Geschmackssache, stellt aber dennoch eine unumstößliche Konstante in der heutigen Rockwelt dar.

Da gibt es einfach kein Drumherum, da wird regelmäßig Qualitätsware abgeliefert, ähnlich wie bei Herrn Pell. Die neuen Stücke verbinden wie immer ehrlichen, einprägsamen und allem voran kraftvollen Rock Sound, der die Ohren verwöhnt und die Füße wippen lässt.

„My Road“, das groovende „Chains Around You“ und das rockende „Ride To The Guns“ lassen keine Wünsche offen und fegen sympathisch aus den Boxen. Ganz besonders Spass macht die Coverversion von Christopher Cross`s „Ride Like The Wind“, ein Song der einfach immer geht.

„Bring Heavy Rock To The Land“ geht keine Risiken ein und bleibt auf gewohntem Terrain. Auf Jorn Lande kann man sich eben verlassen und braucht keine Angst vor allzu innovativen Kreationen zu haben.

7/10

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Midnight Youth „World Comes Calling“

Midnight Youth sind ihrer Heimat Neuseeland eine echt große Nummer. Für ihr Debütalbum „The Brave Don`t Run“ hagelte es dort nämlich bereits Preise und sogar der Platin Status wurde erreicht. Mit ihrem zweiten Album „World Comes Calling“ wollen Simon Oscroft (Gitarre), Jeremy Redmore (Gesang), Matt Warmann (Bass), Aidan Bartlett (Schlagzeug) und Nick Campell (Keyboard, Gitarre) diese Lücke nun möglichst schnell ausfüllen und uns mit ihren handgemachten Rocksounds ganz schnell süchtig machen.

Und ich schreibe das nicht ohne Grund, denn Midnight Youth ziehen denn Hörer ganz schnell in ihren Bann und überzeugen durch unglaublich harmonische Kompositionen, die überraschend intensiv ausfallen und nicht dem reinen Mainstream verfallen sind. Songs wie der Opener „The Street“, das groovende „Won`t Stop“ und der Titelsong „World Comes Calling“ stecken voll eingängiger Schönheit, die ergreifend und spannend bleibt.

Als ganz besonders stark und gefühlvoll entfaltet sich das wunderbare „Listen“, das sich auf ganzer Linie treu bleibt. Midnight Youth gelingt der Spagat zwischen Entspannung und intensiver Kraft scheinbar mühelos und wahnsinnig charmant. Fans von Snow Patrol und Incubus werden an „World Comes Calling“ ihre helle Freude haben!

8,5/10

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Words Of Farewell „Immersion“

Hinter Words Of Farewell steht eine noch recht frische Combo, die gerade mal im Jahre 2007 gegründet wurde und sich nun mit „Immersion“ einen festen Platz im Metalzirkus sichern möchte.

Alexander Otto (Vocals), Erik Gaßmus (Gitarre), Leo Wichmann (Keyboards), Henrik Tschierschky (Gitarre), Jonas Wübbe (Schlagzeug) und Nils Urginus (Bass) setzen dabei auf fein melodiösen Death Metal, der ansprechend und klar gestaltet daherkommt. So manch ein Schelm sieht dieses Genre ja gern auf dem absteigenden Ast, obwohl die atmosphärische Dichte häufig unschlagbar anmutet und gerade Neueinsteigern ein leichter Einstieg geschaffen wird.

Aber wie dem auch sei, Words Of Farewell gehen mit Songs wie „Ever After“, „Auriga“ und „Sundown Serenade“ genau in die richtige Richtung und liefern viel versprechenden, stimmigen und energiegeladen Sound ab, der mit Nachdruck besteht. Mit „Immersion“ erscheint ein Debütalbum von internationalem Format.

7,5/10

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Kill Devil Hill „Kill Devil Hill“

Kill Devil Hill, so der klangvolle Name der neuen Band um Vinny Appice (Black Sabbath, Heaven& Hell, Dio), Rex Brown (Pantera, Down), Gitarrist Mark Savon und Sänger Dew Bragg. Mit dem selbstbetitelten Debütalbum wollen die Herren nun ihren ganz eigenen Standpunkt ins rechte Licht rücken, setzen komplett einheitlich auf massiv drückende Grooves, die beeindruckend rhythmisch daherkommen und deutlich auf Anspruch setzen.

Mit dem Opener „War Machine“, dem drastischen „Gates Of Hell“ und dem melodischen „We` re All Gonna Die“ zeigen sich echte Profis am Werk, die all ihr Können in diese mordsmäßige Produktion haben fließen lassen.

Und auch das treibende „Strange“ und das sanfte „Mysterious Ways“ sorgen für abwechslungsreiche, moderne Unterhaltung auf hohem Niveau, die nachhaltig zusetzt und durch eine reduzierte, zeitlose Struktur punkten kann.

Kill Devil Hill entfachen nach mehrmaligem Durchlauf ein echtes Suchtfeuer und brennen sich extrem geschmeidig in die Gehörgänge ein. Ein Highlight für Geschmacksmenschen!

8,5/10

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Moonspell „Alpha Noir“

moonspellalphanoir_coEs gibt einfach Bands, die niemals ihre Anziehungskraft einbüßen und immer wieder ihren eigenen Qualitätslevel übertreffen können. Moonspell stehen in dieser Kategorie zweifellos ganz weit oben und liefern konsequent nachhaltigen Dark Metal ab, der rundum beeindruckt und verzaubert.

Dieser Tage erscheint nun der „Night Eternal“ Nachfolger „Alpha Noir“, der die Portugiesen wieder einmal aus der trägen Masse hervorstechen lässt und unglaublich intensiv und berauschend ausgefallen ist.

Songs wie „Axis Mundi“ und das reißende „Lickanthrope“ überbieten sich durch stählerne Härte und ebenso symphonische Sanftheit gegenseitig, bevor der Titeltrack „Alpha Noir“ und das groovende „Opera Carne“ grantig ihren Lohn einfordern. In ganz besonders fürstlichem Ambiente erstrahlen „Love Is Blasphemy“ und das epische „Grandstand“, das Fernando Ribeiros Stimme nochmals alles abverlangt.

„Alpha Noir“ ist majestätisch schön, geht keine Kompromisse ein und entfaltet ein ungeheuer melancholisches Flair, das keiner Popularität zu folgen braucht. Moonspell sind einfach die Könige der dunklen Klänge und sollten definitiv mehr Gehör geschenkt bekommen, denn besser geht es einfach nicht! Basta!

10/10

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Words Of Farewell „Immersion“

Hinter Words Of Farewell steht eine noch recht frische Combo, die gerade mal im Jahre 2007 gegründet wurde und sich nun mit „Immersion“ einen festen Platz im Metalzirkus sichern möchte.

Alexander Otto (Vocals), Erik Gaßmus (Gitarre), Leo Wichmann (Keyboards), Henrik Tschierschky (Gitarre), Jonas Wübbe (Schlagzeug) und Nils Urginus (Bass) setzen dabei auf fein melodiösen Death Metal, der ansprechend und klar gestaltet daherkommt. So manch ein Schelm sieht dieses Genre ja gern auf dem absteigenden Ast, obwohl die atmosphärische Dichte häufig unschlagbar anmutet und gerade Neueinsteigern ein leichter Einstieg geschaffen wird.

Aber wie dem auch sei, Words Of Farewell gehen mit Songs wie „Ever After“, „Auriga“ und „Sundown Serenade“ genau in die richtige Richtung und liefern viel versprechenden, stimmigen und energiegeladen Sound ab, der mit Nachdruck besteht. Mit „Immersion“ erscheint ein Debütalbum von internationalem Format.

7/10

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