Metalite „Discovery“

metalite_discovery_co_metalminderSeit ihrer Gründung im Jahr 2015 haben die schwedischen Metalite stetig weiter an ihrem Sound gearbeitet. Mit „Discovery“ setzt die Modern Power Metal Formation nun ambitioniert ihren Weg fort, schlägt auf ganzer Linie kraftvoll und elektrisierend zu. Thematisch zwischen menschlicher Evolution, digitalen Realitäten, Hoffnung und Forschung angelegt, fürhrt der Weg weiter in eine futuristische Klangwelt. Die zwölf Songs des Albums greifen schnell, wuchtig, emotional und dynamisch glasklare  Strukturen und Riffs auf, die von Sängerin Erica Ohlsson perfekt in Szene gesetzt werden. Songs wie „The Metal Elite“, „Wings Of Fire“, das hymnische „Cyberspace“ und „Starchild“ gleiten nahezu perfekt aus den Boxen, vielleicht manchmal etwas zu gradlinig, aber dennoch mitreißend. Metalite erschaffen auf „Discovery“ Hymnen mit starkem Mitsing- Charakter, modern und frisch. Power Metal einer neuen Generation!

VÖ: 25.09.2026

7,5/10

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Wacken 2026

WOA2026_Logo_metalminderWACKEN! WACKEN! WACKEN!

Die drittgrößte Stadt im hohen Norden feierte 35 jährige Geburtstagssause! Nachdem im vergangenen Jahr die Sintflut über das größte Metal Festival der Welt im beschaulichen Dorf Wacken kam und der endlose Matsch nicht weichen wollte, zeigte sich das Schleswig Holsteinische Wetter im Jahr 2026 von seiner besten Seite. Von tropischen Temperaturen bis hin zu leichter Brise und zaghaftem Regen war alles vertreten und sorgte für rundum festivaltaugliche Verhältnisse. Und auch die Anreise lief dieses Jahr reibungslos, so dass die Metalheads schon am Sonntag vor dem Festival ihre Zelte aufschlagen konnten.

woa2026_todaywillbehot_metalminderNeuerungen gab es im Bereich der Bodenflächen, die vorsorglich auf über 100.000 Quadratmetern mit verlegten Bodenplatten und Abdeckungen für gesicherte Laufwege sorgten. Zudem gibt es einen befestigten Rettungsweg, der mit 850m auch als Verbindung zwischen Wacken Palza und Campingflächen genutzt werden kann und von nun an fester Bestandteil der Festivals ist.

woa2026_kuh_metalminderAlso alles perfekt zum 35-jährigen Jubiläum, bei dem sich die Stars der Szene auf den Bühnen praktisch überschlugen und den 85000 Metalheads aus aller Welt ordentlich einheizen konnten. Internationale Stars wie Def Leppard, Judas Priest, Savatage, In Flames, Powerwolf, Sabaton, Europe und Running Wild, die ihre allerletzte Show überhaupt gespielt haben. Insgesamt haben mehr als 200 Acts die Doppelbühnen Faster und Harder und die weiteren 7 Bühnen zum beben gebracht. Und dazu gab es natürlich wieder ein umfassendes Rahmenprogramm.

 

woa2026_moshpit_metalminderVom Wasteland, dem obligatorischen Endzeit Areal, samt Cardrive und Feuershow, über Mittelalter Themen, Workshops, Yoga, Akustik Sets, DJ Sets, Podcasts, Talkrunden, Movie Night, Metalchor, Lesungen,Walking Acts und dem unvergleichlichen Mambo Kurt war alles dabei. Ein großartiges Heavy Metal rundum Wohlfühlpaket. Den offiziellen Startschuss setzte am Mittwochnachmittag der traditionelle Infield Run, bei dem sich die Ereignisse praktisch überschlugen und unter lautem Jubel zu „Ace Of Spades“ von Motörhead die besten Plätze vor den Main Stages in Beschlag genommen wurden.

woa2026_einhorn_metalminderUm 16 Uhr machten dann die japanischen Love Bites auf der Faster Stage den Anfang und bereiteten das Infield auf 4 Tage voll irrsinniger Konzertereignisse vor, während die ukrainischen The Hardkiss auf der Louder Stage mit ihren hymnischen Rockmelodien einheizten. Die Faster Stage wurde am frühen Abend von den chaotisch anmutenden The Butcher Sisters in Grund und Boden gefeiert, bevor es von Electric Bassboy, der sogenannten Problemseite von Electric Callboy, seltsame Auswüchse annahm und der Holy Grund irgendwo zwischen Hardstyle und Rave in den Boden gestampft wurde.

Schulterzucken, oder Headbangen?

woa2026_gelände_metalminderTraditoneller wurde es dann zum späten Abend glücklicher Weise auf der W:E.T Stage mit Rose Tattoo. Angry Anderson und seine australische Combo lieferten verlässlichen Rock`n Roll, mit Attitüde und kantigen Riffs, vertraut und zuverlässig.

Der Donnerstag brachte mit den H-Blockx kultigen Crossover auf den heiligen Acker.

woa2026_europe1_metalminderSongs wie „Risin High“ und „Move“ haben eine ganze Generation geprägt und stehen auch im Jahre 2026 immer noch gut da und sorgten vor der Louder Stage für massive Begeisterung. Noch mehr Ehrfurcht und Kult zog danach über die die Harder Stage. Gitarrengenie Uli John Roth feierte auf der Harder Stage den 50. Geburtstag der Scorpions „Virgin Killer“ Scheibe. Zusammen mit zahlreichen Gästen, wie Kreator Mastermind Mille, frischte das Kultalbum nochmals auf und erreichte eine übergreifende Masse an neuen Fans der fantastischen Gitarrenkunst. Weiter im Bereich des unumstößlichen Kultes führten die schwedischen Ikonen von Europe.

woa2026_europe2_metalminderStadiontaugliche Performance und die immer noch fantastische Stimme von Joey Tempest ließen den Holy Ground wahrhaft entflammen und starteten mit „Rock The Night“, „Cherokee“, „Carrie“ und der Welthymne „The Final Countdown“ ein Hit an Hit Set. Giganten auf Wacken, bei denen mitsingen nicht nur Pflicht war, sondern ein fest geschriebenes Muss! Etwas wilder wurde es dann im Wasteland auf der gleichnamigen Wasteland Stage. Metalikone Sabina Classen, vielen als Frontröhre von Holy Moses bekannt, und ihr 90er Jahre Underground Projekt Temple Of The Absurd feierte Reunion auf dem Wacken Open Air 2026.

woa2026_templeoftheabsurd2_metalminderAlte und neue Thrash Fans zogen mit breitem Lächeln vor die Bühne und ließen Haare und Kutte im Wind wehen. Ein starker, selbstbewusster und echter Auftritt, der im Herbst des Jahres hoffentlich mit einem neuen Album Vollendung finden wird. Ein starkes Thrash Fest von Temple Of The Absurd.

Schnell, hart und sympathisch.

woa2026_templeoftheabsurd1_metalminderUnd nach dem Back To The Roots Faktor stand der folgende Gig dazu absolut im Kontrast. Evil Jared und Krogi versprühten den kompletten Wahnsinn auf der Wasteland Stage. Da wurde alles und nix geboten. Punk Spirit, Party, Chaos, spontane Aktionen, Trinkspiele und das alles zu einem bunten Karaoke Mix.  Irgendwie absurd, aber dennoch passend. Wahnsinn und Eskalation auf einem neuen Level.

woa2026_defleppard2_metalminderDanach brauchte es dringend wieder echte Musik auf die geschundenen Gehörgänge. Was konnte da besser passen als die britischen 80er Legenden Def Leppard, die den Donnerstagabend nochmals in die Ära des intensiven Haarspray Gebrauchs zurück führten.

Ein weltweites Rockphänomen, das endlich den norddeutschen Acker in seinen Bann ziehen durfte und einen bunten Mix ihrer Klassiker zum besten gab.

woa2026_defleppard_metalminderAlben wie „Pyromania“ und „Hysteria“ haben Nachdruck hinterlassen und perfektionierten den Charme der 80er Jahre mit harten Riffs.

Def Leppard haben das Wacken Open Air 2026 veredelt und für unvergessliche Momente gesorgt.

woa2026_danko2_metalminderAm Freitag und Samstag entwickelte sich die Wetterlage in eine geradezu perfekte Festivalgrundlage.

Nicht zu heiß und nicht zu kalt, auch wenn man sich in den Abendstunden schon ein Jäckchen drüberwerfen musste.

Aber dem konnte man freudig entgegentreten, schließlich durften die Dunkelmetal Veteranen von Paradise Lost die Faster Stage verfinstern und mit ihren schwermütigen, melodischen Songs begeistern.

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Bevor es dann mit Danko Jones etwas wilder und zackiger daherging. Ohne gr0ße Bühnenshow, oder riesige Produktion wurde gradliniger und ehrlicher Rock`n Roll abgeliefert.

Der Kanadier wusste ohne Schnickschnack zu überzeugen und heizte mit „Guess Whos`s Back“, „Get High“, „Everyday Is Saturday Night“ und „I Love It Louder“ ordentlich ein.

 

woa2026_zakk4_metalminderMit Zakk Wylde und seiner Black Label Society wurde es dann ehrfürchtig auf dem heiligen Acker.

Der Amerikaner präsentierte sich gut gelaunt und in absoluter Höchstform.

woa2026_zakk6_metalminderMeisterhafte Arrangements, gepaart mit Gefühl und unfassbarer Energie ließen „Funeral Bell“  und „Stillborn“ zum Erlebnis werden und schon fast andächtig staundende Metalheads zurück.

Dem nächsten Auftritt sahen die Wackenjünger mit großer Freude entgegen. Keine geringeren, als die legendären britischen Heavy Metal Ikonen von Saxon sollten ihren krankheitsbedingt abgesagten Auftritt vom Vorjahr nachholen und den wahren Heavy Metal Spirit über den Holy Ground fegen lassen.

woa2026_saxon_metalminder Biff Byford und seine Mannen hatten die stehende Masse von Anfang an fest im Griff und ließen mit „Wheels Of Steel“, „Crusader“, Denim And Leather“ und dem fantastischen „Princess Of The Night“ ein weiteres Mal die Herzen und Kutten in ungeahnte Höhen fliegen.

Ein wenig drastischer ging es dann später mit den schwedischen Melodic Death Metal Stars In Flames weiter.

Ihr intensiver Göteborg Sound übersteht seit vielen Jahren sämtliche Trends und brannte auch auf dem diesjährigen Wacken Open Air lichterloh.

woa2024_inextremo2_mmAnders Fridens unverkennbare Vocals und die magnetische Wirkung von Songs wie „The Jester Race“, „Clayman“und dem unumstößlichen „Only For The Weak“ konnten ein weiteres Mal die Massen in ihren Bann ziehen und den Circle Pit in unfassbare Ausmaße anschwellen lassen.

In Flames, einfach nur großartig und immer den Weg zur Bühne wert.

woa2026_judaspriest_metalminderGenau wie die unantastbaren Judas Priest, die rund um den Metalallvater Robert Halford zu einer Leder- und Nietenbesetzten Show einluden.

Dargereicht wurde Metalgeschichte at its best, samt dem berühmten Motorrad auf der Bühne und dem feschen Einsatz der provokanten Peitsche.

Die unvergleichliche Stimme von Halford schien nicht müde zu werden und so brachten „Painkiller“, „Hellbent For Leather“ und „Breaking The Law“ die Augen zum leuchten und die Ohren zum glühen.

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Das war Heavy Metal! Das war Kult in Reinform!

Das war Wackengeschichte! Einfach fantastisch!

Der Samstag eröffnete mit Comedy Star Torsten Sträter, der im Bullhead City den Tagesauftakt geben sollte und auch schon zu frühester Uhrzeit den Platz vor der Bühne mehr als gut füllen konnte.

Mit launigen Anekdoten, frechen Einwürfen und einer wirklich nicht erfundenen Geschichte seines ersten Wackenbesuches im Jahr 2019.

woa2026_sträter_metalminderNun gut, weiter gezogen ins Infield, wo die umwerfenden Heavysaurus wahrlich nicht nur Kinderaugen zum glitzern brachten.

Die Dino Metal Band entwickelte sich stetig zum waschechten Highlight des Vormittages.

woa2026_heavysaurus_metalminderHorden von Plastikdino Fans bevölkerten das Festival und „Kaugummi Ist Mega“, „Pommesgabel“ und „Luftgitarre“ machten einfach nur Freude und ließen die Stimmung kochen. Zauberhafte Texte, röhrende Gitarren, eine gute Portion Spaß und eine ebenso klare und liebevolle Message zogen über den Acker, machten schlichtweg einfach rundum glücklich.

woa2026_kimdracula_metalminderDer folgende Auftritt stand dazu in krassem Gegensatz, denn Szene Frischling Kim Dracula, seineszeichens Metal Cover TikToker aus Tasmanien, heizte den neugierigen Fans mit einem extremen Crossover aus Metal, Rap, Jazz und Industrial ein, der sich tatsächlich erstmal eigewöhnen musste, dann aber kräftig anzog und für deftige Circle Pits in den vorderen Reihen sorgte.

woa2026_kimdracula2_metalminderFrischer Wind im State Wacken. Künstlerisch frei, theatralisch, intensiv und irgendwie wahnsinnig. Kim Dracula passt einfach in keine Schublade!

Und das ist gut so!

Nach einem Ausflug über die Dorfstraße durften wir dann an einem ganz besonderen Erlebnis teilhaben.

woa2026_avatar_metalminderDie schwedischen Senkrechtstarter Avatar luden nämlich im Landgasthof zu einem ganz intimen Akustik Set ein.

Der Zugang war stark limitiert, die Tickets konnten nicht gekauft werden, sondern nur am Wacken Foundation Stand gewonnen werden, indem man sein Glück am Glücksrad herausforderte.

 

woa2026_avatar2_metalminderBelohnt wurden die begeisterten Fans eine volle Stunde lang mit „The Eagle Has Landed“, „Dont Go In The Forest“, „The Dirt I`m Buried In“ und jeder Menge humorvoller Einlagen.

Ein Event, so besonders und großartig wie das Wacken Open Air selbst.

woa2026_powerwolf_metalminderZurück auf dem Festivalgelände rockten die australischen Wildfänge von Airbourn.

Bevor Powerwolf ein vollmundiges und massiv beeindruckendes Metal Theater aufführen sollten.

 

woa2026_triptykon_metalminderZu ganz später Stunde lieferten Triptykon auf der Louder Stage ein grandioses Set ab, das mit langen, intensiven Phasen nachhaltig beeindrucken konnte.

woa2026_triptykon2_metalminderÜber Celtic Frost Klassiker bis hin zu aktuellen Triptykon Songs kreierten Tom Warrior und seine Truppe ein finsteres Manifest, das sich tonnenschwer und kalt über das Gelände rollte.

Ein würdevoller Auftritt auf höchstem Niveau!

woa2026_schild_metalminderWacken 2026!

Das Wetter hat komplett mitgespielt, es gab epische, fantastische und emotionale Auftritte auf den ganz großen und kleinen Bühnen.

Die Stimmung war durchweg positiv und alle hatten wirklich Spaß.

 

woa2026_thomasholger_metalminderWacken! Du bist wundervoll!

Ein gelungenes Spektakel!

Wir sehen uns im nächsten Jahr!

Wenn es vom 28.07. 2027 bis 31.07.2027 wieder heißt:

PARTY ON! Rain Or Shine!!!

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Moonspell „Far From God“

moonspell_farfromgod_coMoonspell. Eine ewig anmutende Konstante im Gothic Metal Bereich, die unablässig und stets eindrucksvoll neues Material abliefert. Die portugiesischen Herren bilden seit ewigen Zeiten eine Art Brücke zwischen den alten Gothic Zeiten und den modernen, mutigeren Melodien. Nun steht „Far From God“ in den Startlöchern und berauscht den geneigten Hörer von der ersten Sekunde an. Majestätisch, atmosphärisch dicht und voll garstiger Growls, die sich heftig gegen zu sanfte Strukturen erheben und die wahre Herkunft des Sounds immer wieder in den Vordergrund rücken. Die erste Singleauskopplung und gleichzeitig Titeltrack „Far From God“erzählt eine tragische Vampirstory, die intensiv nachhallt und sich magisch festkrallt. Und auch „The Great Wolf In The Sky“, „Your Promise Of Light“ und das schmeichelnde „For The Love Of Mortals“ stehen kraftvoll dar, bevor das mächtig starke „Our Freedom To Fall“ und das epische „Reconquista“ den dunklen Abschluss bilden. Moonspell stechen immer aus der trägen Masse heraus und folgen nur ihren eigenen Trends. „Far From God“ beeindruckt rundum, bricht atmosphärisch und elegant durch die Finsternis und berauscht kompromisslos.

VÖ: 03.07.2026

9/10

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Cyhra „Requiem For A Pipe Dream“

cyhra_co_metalminderCyhra! Schwedischer Melodic Metal vom Feinsten. Joacim Lundberg, Jesper Strömblad, Euge Valovirta und Alex Landenburg bringen mit ihrem neuen Album „Requiem For A Pipe Dream“ eine großartige Langrille in unsere heimischen Boxen. Mit Songs wie „Bleed With Pride“, „Superman“, „Miss Me When I`m Gone“, dem treibenden „Ghostbound“, dem zarten „In The Center Of A Miracle“ und dem modernen „Ghost I`m Meant To Be“ stehen die Zeichen auf kraftvollen, ausgereiften Strukturen und melodisch griffigen Melodien, die auf ganzer Linie in die vollen Treffen und frischen Wind ins Genre wehen. „Mark Of My Sins“, „Venom In Me“, Box With Spirits“ und das krönende „Hold Your Fire feat. Samy Elbanna breiten sich majestätisch aus und lassen sich immer wieder gut anhören. Cyhra machen auf „Requiem For A Pipe Dream“ alles richtig und stehen für zeitgemäßen, vielseitigen und greifbaren Sound.

VÖ: 05.06.2026

8,5/10

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Hypocrisy/ Abbath/ Vomitory/ Vreid Hamburg-Grünspan, 21.04.2026

abbath1_hamburg2026_metalminderDie Mass Hallucination Tour 2026 machte am 21.04.2026 im Hamburger Traditionsclub Grünspan Zwischenstation. Gemütlich, am Ende der berühmten Großen Freiheit gelegen, steht das Grünspan seit Ewigkeiten für großartige Konzerte. Die Tourbusse standen rings um den Club drapiert, während eine lange Schlange von Metalheads auf den Einlass wartete. Der Innenraum war, wie erwartet, gut besucht und sorgte für schwitznasse Gesichter. Den Startschuss gaben die norwegischen Vreid, melancholisch und mit großen Growls lenkten sie die Stimmung in die richtige Richtung. Und auch die schwedischen Vomitory standen dem in nichts nach.

hypocrisy1_hamburg2026_metalminderKrasse Riffs, wuchtige Growls und Präzision. Was für ein gelungener Einstand! Anschließend ging es dann mächtig finster und absolut legendär weiter . Chef Corpse Painter Abbath brachte die Bühne im Grünspan zum zittern. Der ehemalige Immortal Fronter ist eine unvergleiche Ikone und zog wie immer alle Blicke auf sich. Mit seiner einzigartigen Ausstrahlung, immer frisch und gnadenlos, allseits umgeben von Frost und Kälte Norwegens, knallhart und dennoch auf ganzer Linie mitreißend und auf eine völlig irrsinnige Weise charmant. Klassiker wie Immortals „Tyrants“ und das garstige „Winter Bane“ brachen sich beeindruckend ihren Weg und ließen die Stimmung überkochen.

hypocrisy2_hamburg2026_metalminderLeider war nach einer knappen Stunde schon Schluß im Finsterwald. Hätte deutlich länger gehen können! Aber nun, es warteten ja auch noch die legendären Hypocrisy auf die angeheizte Meute. Nebel, unvorstellbar viel Nebel, leutete die Ankuft des Masterminds Peter Tägtgren ein.

Die Setlist gespickt mit neuen Songs und natürlich den unumstößlichen Klassikern wie „Eraser“, „Fractured Millenium“ und hypocrisy3_hamburg2026_metalminderdem zeitlosen „Roswell 47“ war ein wahrer Ohrenschmaus und sorgte für massives Crowdsurfing und ultastarke Stimmung, die das Grünspan in einen dunklen Rausch versetzte.

Was für ein mächtiger Konzertabend!!

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Clawfinger „Before We All Die“

clawfinger_beforewealldie_co_metalminderDie skandinavischen Rap Metal Pioniere von Clawfinger sind wieder zurück! Wütend, kompromisslos und laut wie seitgefühlt einer halben Ewigkeit. Ihr Debütalbum „Deaf Dumb Blind“ war seinerzeit ein waschechtes Brettn und lief in so m<anchem Jugendzimmer auf Dauerschleife. Aber funktioniert das auch noch im Jahr 2026? Schon die ersten Töne auf dem neuen Album „Before We All Die“ lassen auf das altbewährte Rezept schließen. „Scum“ und „Tear You Down“ klingen wie klassische Clawfinger Songs, und auch „Linked Together“, „You Call Yourself A Teacher“, „A Fucking Disgrace“ und der abschließende Titeltrack „Before We All Die“ genau in die selbe Kerbe schlagen. Die Songs greifen allesamt die Widersprüche der modernen Existenz an, bahnen sich geifernd bis  bissig, schwarzhumorig und hämmernd ihren Weg in die Moderne. Clawfinger erfinden sich auf „Before We All Die“ nicht unbedingt neu, festigen aber ihren Platz in der Musikwelt.

VÖ: 20.02.2026

7/10

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Course Of Fate „Behind The Eclipse“

courseoffate_co_metalminderCourse Of Fate bieten dem geneigten Hörer gleich zu Beginn des neuen Jahres eine grandios progressive Metal Scheibe dar. Die Norweger schwelgen auf „Behind The Eclipse“ in vollkommen melodischer Finsternis und setzen auf dichte, fein gesponnene Strukturen, die auf ganzer Linie mitreißend und geradezu episch fesselnd hypnotisieren. Der Opener „Memories“ stimmt auf eine düstere Reise ein und lässt „Sky Is Falling“ und „And So It Goes“ in voller Pracht erblühen. „Acolyte“, „Hiding From The Light“, „Don`t Close Your Eyes“ und das dramatische „Neverwhere“ vervollständigen das melancholische Meisterwerk und lassen keine Fragen offen. Course Of Fate stehen fest und sicher, verpacken ihren Sound in dichte und melodische Waben, die sachte hin und her schwingen und die Gedanken dabei immer weiter in die Ferne tragen. Eine gelungene Mischung aus progressiver Härte und wunderbaren Melodiebögen.

VÖ: 30.01.2026

8,5/10

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Oppression „No Safe Space“

oppressionnosafespace_co_metalminderDie französische Band Oppression setzt mit ihrem Debütalbum „No Safe Space“ voll und ganz auf erdigen Black Metal. Ein paar gute Freunde, die durch Konzerthallen und Bars streifen, um dann zu beschließen ihre Sichtweise auf eigene Weise musikalisch festzuhalten. Der Titeltrack „No Safe Space“ und das darauf folgende „Attrition“ geben treibend und giftig die Wegrichtung an, was auch „Homeland`s Fury“, „Psalm For The Fallen“ und das geradezu melodische „Maria Rosenthal“ auf ganzer Linie beibehalten. „Journey Beyond Consciousness“, „End Humanism“ und „The Call Of The Night“ greifen stark und kraftvoll durch, bevor mit „Nice Death Matters“ der wuchtige Abschluss ansteht. Oppression wissen mit „No Safe Space“ zu begeistern und liefern ein grandioses Debütalbum ab. Ehrlich, gradlinig und voll mächtiger Riffs. Unbedingt reinhören!

VÖ: 12.12.2025

9/10

 

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Danko Jones „Leo Rising“

dankojonesleorising_co_metalminderAuf Danko Jones ist einfach Verlass! Auf der neuen Scheibe „Leo Rising“ wird weiter mächtig gegroovt und gerockt, stets mit einem reizenden Zwinkern im Auge und eben dieser unvergleichlich treibenden Energie, die Danko Jones wieder einmal grandios perfektioniert darbieten. Von der ersten Sekunde an lässt sich das Kopfnicken nicht mehr verhindern und die frische Prise Ironie setzt sich zwischen den Ohren fest. Ganz nach dem Motto „Everyday is Saturday Night“ fetzt ein Song nach dem anderen durch die geneigten  Lauscher. Punkige Riffs, eingängige Melodien und eben dieser typisch herzliche Danko Jones Sound greifen wieder einmal auf ganze Welle durch.

VÖ: 21.11.2025

8/10

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Wacken tut Gutes! Das soziale Engagement

woa2025_wacken2_metalminder Das Wacken Open Air steht neben dem metallischen Lebensgefühl und der unerschütterlichen Gemeinschaft für soziales Engagement und Nachhaltigkeit, das weit über die jährliche Großveranstaltung hinausgeht. woa2025_nachhaltig1_metalminderMüllvermeidung und Trennung, Energieeffizienz, Unterstützung lokaler Projekte und Initativen, Wasser Managment, CO2 Kompensation, Zusammenarbeit mit zahlreichen Organisationen, regionalen Anbietern und Dienstleistern stehen neben Inklusion und Barrierefreiheit ganz oben auf der Agenda des Wacken Open Airs.

 

 

woa2025_metalheilt2_metalminderDass das Festival vollumfänglich für alle Musik und Metalfans zugänglich ist, ganz unabhängig von individuellen Bedürfnissen oder Einschränkungen, wird durch spezielle Campingbereiche, barrierefreie Duschen und Toiletten, erhöhte Sicht durch Plattformen, Gebärdensprache Dolmetschern und rollstuhlgerechten Rampen und Wegen so gut wie irgend möglich gesichert. Checkt die Wheels Of Steel und das Team von Alsterarbeit! Auch der Wünschewagen ist fester Bestandteil eines jeden Festivaljahres, um schwerstkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Wunsch zu                                                                                       erfüllen.

woa2025_foundation2_metalminderVielfalt und Akzeptanz , völlig Unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Wacken steht für Diversity, Akzeptanz und Awareness. Und auch Gesundheit und Prävention stehen allseits im Mittelpunkt. Wacken und die DKMS stehen eng zusammen. Mehr als 370 neue Stammzellspender wurden allein auf dem diesjährigen Festival 2025 registriert.

woa2525_foundation_metalminderSeit 2014 sind es über 13.000 Tausend und 100 davon durften bereits spenden und Leben retten. Faster Harder Livesaving! Ganz einfach! Mund auf. Stäbchen rein!

woa2025_metalheilt_metalminderZudem arbeitet die WOA Blutspende mit zahlreichen Blutspendediensten zusammen und setzt zahlreiche Aktionen mit den Metalheads um. Es gibt zum Beispiel den Wacken Blutspendepass, der nach sechs Spenden eingereicht werden kann um ein  T-Shirt zu erhalten.

 

woa2025_woa3_metalminderZusammen mit der Wacken Foundation, Metal Health und Lautstark gegen Krebs wird auf Darmkrebs Vorsorge Untersuchungen aufmerksam gemacht. Dank der Vorsorge Koloskopie konnten in den letzten Jahren 160.000 Todesfälle verhindert werden. Informationen, Gespräche und Aufklärung! Früherkennung ist cool und rettet Leben! Und auch der ökologische Fußabdruck soll gemeinsam mit den Fans verringert werden. Das Wacken Open Air findet auf grünen Wiesen statt, und das soll auch so bleiben. Daher ist Nachhaltigkeit fest in allen Bereichen verankert und fokussiert Mobilität, Wohlbefinden, Ressourcenmanagement und Energieproduktion.

Das Wacken Open Air ist Vorreiter und Vorbild in so vielen verschieden Bereichen. Weiter so, mitgedacht und mitgemacht! Das ist Metal! Das ist Wacken!

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