Die Type O Negative Member Kenny Hickey und Johnny Kelly haben sich bereits vor einigen Jahren ihrem Project Seventh Void gewidmet. Zusammen mit ihren Kumpels Matt Brown (Guitar) und Hank Hell (Bass) wollten sie schon damals neue Pfade einschlagen und sich musikalisch in Richtung ihrer Favoriten Zeppelin, Sabbath und AC/DC bewegen.
Natürlich war Type O Negative immer das alles überragende Flagschiff, und so wurde Seventh Void vorerst ein wenig hinten an gestellt. Nachdem Peter Steele sich immer mehr den neu formierten Carnivore widmete, nutzen Johnny und Kenny die Zeit und schufen das Debütwerk „Heaven Is Gone“, das bei uns dieser Tage via Napalm Records veröffentlicht wird. Die vermeintlich `neue` Formation dürfte unter Type O Anhängern also längst kein Geheimnis mehr sein.
Die Jungs aus dem Herzen Brooklyns präsentieren uns straighten Metal, der tief doomig atmet und mit tonnenschweren Riffs punktet, ohne sich dabei zu stark an Type O Negative zu orientieren. Die Songs wirken anmutig, kantig und lassen Kenny, in der Doppelrolle als Frontmann und Gitarrist, wunderbar zur Geltung kommen.
Seine eindringlichen Vocals lassen Songs wie „Closing In“, „Broken Sky“ und „Shadow On Me“ zu mächtigen Doom Walzen heranwachsen, die frei von sinnlosen Schnörkeln daherkommen. Es regnet Sünde, Qual und Feuer in seiner ursprünglichsten Form, und die hypnotischen Riffs konzentrieren sich immer auf das Wesentliche. Die Produktion ist, wie es nicht anders zu erwarten war, erstklassig und entfaltet mit druckvollem Sound eine unheimlich düstere Wirkung.
Seventh Void ruhen sich nicht auf alten Lorbeeren aus, halten die Vergangenheit in allen Ehren und machen sich auf zu neuen Ufern. Der unvergleichlich trotzige Charakter Brooklyns lebt, und wird nicht nur Type O Jünger mit sich reißen!
8/10