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WACKEN 2001
Samstag, 28. April 2007

Louder Than Hell! Das Heavy Metal Mekka präsentierte sich im Jahr 2001 wieder einmal von seiner besten Seite. Alles was Rang und Namen hat war vertreten. Von Motörhead über Rage, bis hin zur dunklen Seite von Dimmu Borgir. Faster, Harder, Louder!

 

DONNERSTAG

Das Wacken Open Air öffnete am Donnerstag seine Pforten. Mit Finntroll und W.A.S.P. ließen es sich die Veranstalter nicht nehmen gleich ordentlich einzuheizen. Im Jahre 2000 noch als Bonustag präsentiert, lässt sich die Festivaleinläutung am Donnerstag schon jetzt nicht mehr weg denken.

 

FREITAG

Holy Moses

Die Hamburger Thrash Legende, rund um Frontfrau Sabina Classen, ließ den rappelvoll gefüllten Platz vor der Stage beben. Holy Moses Fahnen wehten im Wind, während Sabina ihre unglaubliche Stimme klingen ließ. Bei „To Drunk To Fuck“ gesellte sich sogar Doro Pesch mit auf die Bühne, spätestens da stellten sich einem vor Begeisterung die Nackenhaare auf. Frauenpower im Doppelpack!

 

Nevermore

Headbangen und wilde Moshpits waren bei den amerikanischen Nevermore angesagt. Frontman Warrel zeigte voller Elan eine weltklasse Leistung, und animierte die Fans zum Crowdsurfen. Songs wie „The Heart Collector“, und „Dead Heart In A Dead World“ brachten dann auch noch den letzten Metalfan zum mitgrölen und headbangen. Nevermore legten einen wahsinns Auftritt hin, nur die Zeit verging leider viel zu schnell.

 

Halloween

Fast wie zu Hause konnten sich wohl die Jungs von Halloween fühlen, schließlich hat die Band ihren Sitz im nicht allzu weit entfernten Hamburg. Die Songs des letzten Albums „The Dark Ride“ wurden überaus positiv aufgenommen, genau wie die alten Klassiker aus Keeper Tagen. Hier wurde Power Metal vom Feinsten dargeboten, ohne große Überraschungen, aber mit jeder Menge Überzeugung.

Mortician

Was für ein unvergesslicher Spaß! Jeder Song nicht länger als 1 Minute. Sämtliche Metalheads vor der Party Stage waren vorerst verwirrt, gaben sich aber, nach ein paar irritierten Momenten, einfach den Düstermännern aus New York hin. „Martin, The Vampire“, aus dem Album „Domain Of Death“, war ein musikalisches Death Grind Highlight. Frontman Will Rahmer growlte so dermaßen tief, dass vermutlich niemand auch nur ansatzweise den Text deuten konnte. Mortician hinterließen zwar einige verstörte Gesichter, sorgten aber dennoch für eine unterhaltsame Stunde. Und immer daran denken, headbangen, aber bitte schön langsam.

 

Saxon

Mit Saxon betrat am Freitag ein Wacken Urgestein die Double Mega Stage. Die Band um den charismatischen Sänger Biff Byford lieferte einen Hammerschlag an Hits, wie „Motorcycle Man“, oder „Heavy Metal Thunder“. Bei „The Eagle Has Landed“ schwebte dann auch wirklich der „Eagle“ über der Stage, und sorgte für Aufsehen. Die Fans dankten es mit Sprechchören und jeder menge Applaus.

 

Dimmu Borgir

Passenderweise sollten die Black Metaller Dimmu  Borgir zu später Stunde die Nacht beschallen. Voll ausgestattet mit teuflischem Bühnenbild, und reichlich Corpsepaint, ging es satanisch zu. Shagrath wirkte optisch vielleicht etwas steif, war gesanglich aber völlig überzeugend. „Mouning Palace“ und „Metal Heart“ stehen unangefochten an der Spitze der Black Metal Songs. Mit klasse Sound und perfekt eingesetzter Lightshow entführten Dimmu Borgir die Fans in ihre düstere Welt. Was für ein dramatischer Abgang am Freitagabend.


SAMSTAG

Annihilator

Die schon 1984, von Jeff Waters, gegründete Thrash Formation Annihilator, ist eine bestehende Größe in Sachen Live Performance. Kracher wie „Alison Hell“ bestachen durch perfekte Spieltechnik, und Waters markante Stimme. Die Metalheads hatten sichtlich Spaß und feierten Annihilator frenetisch. Super Gig.

 

Rage

„From The Cradle To The Grave“ ließ jeden Metalfan toben. Peter ”Peavy“ Wagner, Victor Smolski und Mike Terrana sind immer wieder ein Erlebnis der besonderen Art. Mitsingen war bei „Higher Than The Sky“ absolut Pflicht. Rage spielten voller Elan, und die Fans dankten es ihnen mit tosendem Applaus. Power Metal Deluxe.

 

Nightwish

Das Spiel zwischen harten Riffs und Operngesang muss man mögen. Sängerin Tarja und ihre finnischen Mitstreiter schmetterten die Songs nur so um sich. Von „Wishmaster“, bis hin zu dem komplett neuen „Sleeping Sun“, gab es die volle Dröhnung Gothic Metal auf die Ohren.

 

Motörhead

Nicht mehr wegzudenken sind Motörhead. Kultstar Lemmy Kilmister ist wohl das Urgestein der Metal Welt. Die britischen Rocker gaben natürlich „ We Are Motörhead“ und „God Save The Queen“ zum Besten. Bei „Born To Raise Hell“ und „Ace Of Spades“ kam die Stimmung dann zum Siedepunkt. Was soll man über Motörhead noch sagen? Absoluter Kultstatus!

 

Sodom

Um 01.45 Uhr beendete wie gewohnt Onkel Tom Angelripper, diesmal in Form der Thrash Metal Formation Sodom, das Wacken Open Air 2001. Ultra pompös, mit irrer Lightshow, satten Pyroeffekten und mega lautem Sound. „The Saw Is The Law“, „Ausgebombt“ und „Wachturm“ waren nur einige von Sodoms Kultkrachern. Da wurde man sofort wieder hellwach, und alle Metalheads begleiteten, headbangend, den bombastischen Abschluß des Festivals.

 

 
FAZIT

Stetig steigende Besucherzahlen sprechen ihre eigene Sprache. Das Wacken Open Air begeistert jedes Jahr mehr Metalheads aus der ganzen Welt. Alle Jahre wieder, darauf ist Verlass!

Faster, Harder, Louder! Blasting The North In Europe!

 

KS 

 
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