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WACKEN 2000
Freitag, 20. April 2007

Vom 03.08. – 05.08.2000 war es wieder einmal soweit. Norddeutschlands Headbangerspektakel ging in die elfte Runde. Perfektes Wetter und ein wahsinns Line Up sorgten für ein unvergessliches Metal Event. Der Startschuss fiel diesmal schon am Donnerstag, dem neuen Bonustag. Krokus enterten pünktlich um 18.00 Uhr die True Metal Stage, gefolgt von der Rocklegende Molly Hatchet. Anschließend rundeten The Company Of Snakes den ersten Abend ab.

 

 

FREITAG

Vader

Schon zu früher Mittagsstunde wurde den Metalheads ordentlich eingeheizt. Als Opener durfte eine der besten Death Metal Bands Europas ans Werk. Der Platz vor der Black Stage war gut gefüllt und die Fans feierten begeistert ab, während die aus Polen stammenden Vader einen sehr guten Gig ablieferten.

 

Stratovarius

Die finnische Power Metal Institution um Timo Tolkki zeigte auf der True Metal Stage ein für allemal das sie live eine absolute Größe sind. Die komplette Show war spielerisch perfekt und umrahmt von massenhaft Pyroeffekten, was Sänger Timo Kotipelto zum Verhängnis wurde. Denn der verbrannte sich während der Show die Hand, ließ sich jedoch nicht davon abhalten die Show weiter zu bestreiten. Nach kurzer Unterbrechung ging es sofort weiter. Super professionell! Mit absoluten Krachern wie „Hunting High And Low“ ließen Stratovarius den Stimmungspegel in überirdische Höhen schießen. Danke Jungs!

 

Pink Cream 69

Spaß und Mitsingrefrains ohne Ende, das sind Pink Cream 69. Das Aushängeschild in Sachen deutscher Melodic Metal begeisterte jede Menge Fans. Mit einer guten Mischung aus älteren Songs und ihrem letzten Studioalbum „Sonic Dynamite“ ließen sie keine Wünsche offen. Überall waren klatschende Hände und freudestrahlende Gesichter zu sehen. Ein totaler Spass und Partygarant auf dem Wacken Open Air 2000.

 

Hypocrisy

Peter Tägtgren und seine Mannen sorgten für dichtes Gedränge vor der Black Stage. Tausende Headbanger feierten die Vorzeigeband des Death Metal. Von Hits wie „The Final Chapter“ bis hin zum legendären Kultsong „Roswell 47“ war alles vertreten was das Metalherz begehrte. Als Tägtgren dann auch noch seine Gitarre zerschmetterte, und Teile in die tobende Masse warf, war kein Halten mehr. Ein superklasse Auftritt mit hohem Kultpotential.

 

Six Feet Under

Die Fanmassen wurden regelrecht zum kochen gebracht als Chris Barnes und Co ihr Death Metal Set bestritten. Der Moshpit vor der Stage nahm schon fast gigantische Ausmaße an als „War Is Coming“ ertönte. Six Feet Under in Bestform. Barnes extrem tiefe Stimme jagte Gänsehautschauer ein und verlieh der Band ihren typischen Sound. So wurde der Freitag abgeschlossen wie es wohl besser nicht sein könnte.

 

 

SAMSTAG

Agathodaimon

Atmosphärischer Black Metal auf der Party Stage. Frontmann Sathonys kreischte sich die Seele aus dem Leib und trotzdem schien der Funke nicht recht überzuspringen. Lag es am Sonnenschein, oder dem Kater vom Vortag? Niemand wusste es genau. Agathodaimon gaben jedenfalls ihr Bestes und lieferten eine super Performance.

 

Pain

Mittags bei strahlendem Sonnenschein erschien der Teufel höchstpersönlich. Tausendsassa Peter Tägtgren zeigte seine Wandlungsfähigkeit und präsentierte sich als Höllenfürst. Was für ein Anblick! Hauptsächlich gab es Songs des neuen Albums „Rebirth“ auf die Ohren. Musikalisch, wie auch optisch ein Hochgenuss und definitiv ein Highlight des Festes. Pain gaben live alles, harter Industrial Metal der überzeugte.

 

Doro

Der Opener „Burning The Witches“ sorgte sofort für gute Laune. Headbangen, mitklatschen- alles geht. Doro Pesch steht seit Jahren für gute Musik und Ohrwürmer. Spass ist also vorprogrammiert. Mit „Metal Tango“ und „All We Are“ war für jeden etwas dabei. Wie immer ein Highlight auf dem Wacken Open Air. Generationenübergreifend!

 

Sentenced

Ville Laihiala und Co gelang es sogar bei mörderischer Mittagshitze ihren  typischen finnischen, depressiven Sound auf das Publikum zu übertragen. Songs wie „Farewell“, „Sun Won`t Shine“ oder „Nepenthe“ wurden überirdisch gut gespielt und begeisterten die Fans. Sentenced brillierten auf ganzer Linie.

 

Raise Hell

Den Einstieg bestritten Raise Hell mit dem gleichnamigen Song des neuen Albums „Not Dead Yet“. Leider war der Sound etwas leise und man konnte die Stimme von Sänger Jonas Nilsson nicht richtig hören. Trotzdem lieferten die Jungs eine richtig gute Show ab. „Dance With The Devil“, vom Album „Holy Target“, bildete den Höhepunkt. Raise Hell waren die Death Metal Überraschung 2000.

 

Onkel Tom

Wer bis 2.00 Uhr nachts durchhielt wurde mit einer großen Mitschunkel- Party belohnt. Onkel Tom Angelripper ließ das Wacken Open Air 2000 mit deutschem Liedgut ausklingen. „Es Gibt Kein Bier Auf Hawaii“ und andere Perlen dieser Art bewegten zum abfeiern und mitgrölen. Ein riesengroßer Spaß für alle Beteiligten.

 

 

FAZIT

Faster- Harder- Louder! Blasting the North in Europe! Wacken 2000 war genau das was jedes Metalherz begehrte. Das ultimative Metal Happening. Spaß ohne Ende und immer friedlich. Besser geht es nicht- weiter so!

 

KS

 
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